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Bautagebuch Dezember 2001

Sonntag, 2. Dezember 2001

Wir fotografieren alle Wände und Fußböden, damit wir später nicht versehentlich ein Kabel oder ein Rohr anbohren. Außerdem sehen wir das erste Mal die Rohre des Zentralstaubsaugers.

Montag, 3. Dezember 2001

Heute ist ein ereignisreicher Tag. Da ich einen Tag Urlaub habe und sowieso zur Post muß (von der es nicht mehr weit bis zur Baustelle ist), beschließe ich, jede einzelne Unterputzdose der Elektroinstallation zu prüfen. Wie sich herausstellt, ist das eine gute Idee, da ich tatsächlich noch zwei Fehler finde (eine Steckdose sollte eigentlich 1,10m hoch sein, wurde aber am Fußboden eingebaut; bei der "Lautsprecherzentrale" gibt es nur drei statt vier Unterputzdosen); einige andere Dinge sind außerdem noch nicht fertig (was aber auch nicht mehr unbedingt vor dem Innenputz erledigt werden muß). Die gestern noch komplett fehlende Küchenlichtschalter-Vierfach-Kombination ist wie von Zauberhand plötzlich vorhanden (ebenso wurde der Anschluß für den Funkempfänger von 1,10m korrekt auf 1,70m Höhe versetzt) - da müssen irgendwelche Heinzelmännchen unterwegs gewesen sein :-)

Während ich dosenprüfend durchs Haus streife (wobei mich die Maurer überraschen, die noch einige Öffnungen in den Wänden und Böden verschließen), kommt Herr Kellner mit einem seltsamen Ding in der Hand und will Geld von mir. Er hat, weil er mich telefonisch nicht erreicht hat (da war ich mit dem Handy wohl gerade im Keller :-), bei der BayWa eine Küchendunstabzugshaubenwanddurchführung gekauft (ich kann mir nie merken, wie dieses Plastikrohr "offiziell" heißt - "Wandkasten"?!), da diese Dinger vor Auftragen des Innen- und Außenputzes eingemauert werden müssen - also jetzt.

Weil ich die Idee zwar grundsätzlich gut finde, aber eher ungern vom Küchenmenschen nicht autorisierte Teile einbauen lassen will, möchte ich mich dort vorsichtshalber rückversichern. Leider habe ich seine Telefonnummer nicht, und beim Weiterverbinden von T-Mobile erhalte ich nur das Belegtzeichen. Also rufe ich zweimal meine Frau in der Arbeit an, die inzwischen die Nummer aus dem Telefonbuch herausgesucht hat und erreiche Herrn Panitz höchstpersönlich. Der meint, daß ich das schon einbauen könnte, aber würde denn der Querschnitt stimmen? Hmmm... ein Blick auf das Plastikteil ergibt 125mm; ein Blick in den Küchenplan jedoch 150mm. Mist! Was tun? Das Ding bei der BayWa gegen ein größeres umtauschen? Aber ist das überhaupt geeignet? Ich fahre zu Panitz und zeige ihm das Teil. Im Prinzip könnte ich das (wenn es größer wäre) schon verwenden; er hätte aber das genau zu unserer Dunstabzugshaube passende Modell da. Wir vereinbaren, daß ich bei der BayWa eine Rückgabe versuche und bei Erfolg nochmals vorbeikomme und das Originalteil mitnehme.

In diesem Moment fällt mir ein, daß ich zuhause auch noch so eine Wanddurchführung für die Klimaanlage habe (von der ich mich sowieso schon gefragt hatte, wie ich sie einmauern sollte). Wenn die Maurer eh schon gerade beim Einmauern von solchen Röhren sind, könnten sie doch...? Also fahre ich auf dem Weg zur BayWa noch kurz zuhause vorbei und hole das Klimaanlagenrohr.

Bei der BayWa dann keinerlei Probleme: Das falsche Rohr wird ohne Wenn und Aber zurückgenommen. Dann wieder zu Panitz, das richtige Rohr eingesackt, und wieder zurück zur Baustelle, wo nun endlich beide Rohre korrekt eingemauert werden können.

(Gottseidank liegen unser Zuhause, die Baustelle, BayWa und Panitz nur im "Fahrradabstand" auseinander - sonst hätten wir da ein Problem gehabt!)

Dienstag, 4. Dezember 2001

Der Elektriker ruft an: Bis auf zwei Einzelteile sind die EIB-Sachen da. Wir holen sie gleich auf dem Heimweg ab. Abends die ersten Experimente: Es erscheinen zwar einige ominöse Fehlermeldungen, die aber anscheinend nicht weiter stören - wir können unsere erste Lampe ein- und ausschalten!

Samstag, 8. Dezember 2001

Lichttaster im Klebl-Musterhaus Wir sehen uns in Fürth ein Musterhaus der Firma Klebl an, da diese in der Zeitung mit "moderner Haustechnik (Instabus)" geworben hatte. Die Enttäuschung ist jedoch groß, als wir erkennen, daß lediglich die Licht- und Jalousietaster in Bustechnik ausgeführt sind (und auch das nur in den Wohngeschossen und nicht im Keller - dort gibt es ganz normale Lichtschalter). Im Obergeschoß gibt es ohnehin nur Heizkörper (bis aufs Bad - das hat Fußbodenheizung, aber mit einem Thermostat wie bei einem normalen Heizkörper, nur in Fußbodennähe); nur im Wohnzimmer im Erdgeschoß gibt es für die Fußbodenheizung einen (buslosen) Billigst-Bimetallregler in Kombination mit einem Lichttaster.

Auch ansonsten sind einige Dinge eigenartig; so gibt es z.B. im Wohnzimmer eine Dreifach-Steckdosenkombination und unmittelbar daneben, aber völlig getrennt, eine Antennensteckdose (wenigstens mit F-Buchse für Satellitenempfang). Warum ist das kein Vierfachrahmen? Und überhaupt - für die paar Lichttaster hätten sie auch keinen Bus gebraucht. Immerhin gibt es im Flur einen zentralen Jalousietaster (wobei die Jalousieaktoren aber irgendwie falsch programmiert sein müssen, da die Lamellenverstellung nicht funktioniert) und ein kleines (aber leeres) Info-Display - welche Meldungen mögen da wohl eines Tages erscheinen?!

Leider ist der Hausanschlußraum im Keller mit einem Absperrband versehen und die Elektroinstallation an einer Zwischenwand, die wir vom Flur her nur von hinten sehen, so daß die verwendeten Busgeräte im Verteiler unsichtbar bleiben. Die Steckdosen sind jedenfalls aus dem Gira-E2-Programm; die Lichttaster (Abbildung rechts; warum haben die eigentlich alle so eine dumme Leerdose drunter?!) kannte ich bis jetzt noch nicht und weiß daher auch den Hersteller nicht.

Insgesamt gesehen ist die Businstallation jedenfalls ziemlich unvollständig (ohne Heizung) und mit wenig durchdachtem Konzept ausgeführt - das bißchen hätte man auch mit Wechselschaltern machen können...

Montag, 10. Dezember 2001

Herr Eichhorn vom Fensterbauer Kneitschel ruft an: Sie bauen gerade unsere Haustür und hätten nun gern den Riegelkontakt, damit sie ihn gleich einbauen können. Wir vereinbaren mit Frau Götz von Elektro-Meyer, daß der Kontakt direkt an Kneitschel gesandt wird.

Freitag, 14. Dezember 2001

Herr Nigl (?) von Rolladen-Weichselbaum ruft an: Er hat sich gestern auf der Baustelle umgesehen und ist ratlos, was den Rolladen in der Ankleide betrifft: Der ist zwar auf dem Werkplan nicht elektrisch eingezeichnet, aber dennoch elektrisch vorbereitet - was soll denn nun rein? Natürlich der mechanische - es war dort niemals die Rede von einem elektrischen Rolladen; wie kommen die nur alle darauf?!

Samstag, 15. Dezember 2001

Nachdem wir nun inzwischen schon fast seit zwei Wochen nicht mehr auf der Baustelle waren, sehen wir heute mal wieder nach dem rechten. Die beiden falschen Unterputzdosen sind korrigiert; einige Zimmer sind bereits (manche auch nur teilweise) verputzt.

Zuhause finden wir eine Rechnung des Installateurs im Briefkasten, über eine "Wasserzähleranschlußgarnitur" und eine "Anschlußverschraubung" (und zwei Stunden Arbeitszeit), mit dem Vermerk "Bau- und Hauswasseranschluß". Das verstehen wir nicht so recht, denn die Teile für das Bauwasser wurden doch wieder abgebaut, und warum ist das Hauswasser nicht im Festpreis enthalten? Wir faxen die Rechnung an Herrn Kellner.

Montag, 17. Dezember 2001

Herr Kellner ruft an: Die Apparatur für den Wasserzähler ist seit einigen Jahren nicht mehr beim EWAG-Anschluß inklusive, und der Festpreis gilt laut Baubeschreibung nur "ab Zähler" (auch für Gas und Strom). Also ist die Rechnung leider berechtigt :-(

Außerdem erfahren wir, daß das Verputzen bis Ende dieser Woche fertig sein wird. Minusgrade stellen dabei kein Problem dar, da die Verputzer ihre eigene Heizung mitbringen, die im Haus zehn Grad plus erzeugt. Auch das Trocknen ohne Heizung soll problemlos funktionieren, da trocknender Putz selbst Wärme abgibt und es daher im Haus immer über null Grad haben wird.

Abends ruft "Landschafts-Lehmann" an: Wir machen einen Ortstermin für den 4. Januar aus.

Donnerstag, 20. Dezember 2001

Da Küchen-Panitz eigentlich noch vor Weihnachten (aber mit Putz an den Wänden) die Küche genau ausmessen will, sehen wir auf der Baustelle nach, ob die Küche schon fertig verputzt ist. Dort erkennen wir: Nicht nur die Küche, sondern das ganze Haus ist schon fertig. Auch die Marmorinnenfensterbänke sind schon drin - leider auch am Küchenfenster, wo doch gar keine hin sollte, weil dort die Arbeitsplatte bis ins Fenster gezogen werden soll. Anruf bei Herrn Kellner: Die Verputzer sollen die Platte gleich wieder abmontieren, was sie dann auch tun.

Wir telefonieren mit Panitz und machen lose den 28. Dezember aus, werden aber noch kurzfristig vorher telefonieren.

Freitag, 21. Dezember 2001

Wir erhalten schon wieder eine dieser überraschenden Rechnungen - diesmal für die Wiederabdichtung des Kellers nach den Bohrungen für Gas/Wasser/Strom/Telefon/Kabelfernsehen.

Freitag, 28. Dezember 2001

Wir treffen uns mit Panitz auf der Baustelle und schauen uns auch sonst noch etwas im verputzten Haus um.

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